Pharmakokinetisches und pharmakodynamisches Monitoring der immunsuppressiven Therapie
Individualisierte Immunsuppression
Optimierung einer Calcineurin-Inhibitor-haltigen Immunsuppression mit Hilfe der NFAT-regulierten Genexpression.
Bisher wird die tägliche Ciclosporin A (CsA) oder Tacrolimus (Tac) Dosis anhand von CsA bzw. Tac Serumspiegeln als Talspiegel oder 2h Spiegel eingestellt.
Ein pharmakodynamisches Monitoring mit Bestimmung der Inhibition relevanter Zytokine wie Interleukin 2, Interferon und GM-CSF stellt eine Möglichkeit zur Optimierung der individualisierten Immunsuppression dar.
In einem Kollektiv an langzeittransplantierten Patienten ergaben sich Hinweise auf eine Überlegenheit einer pharmakodynamisch kontrollierten CsA Dosierung gegenüber der Einstellung nach CsA-Serumspiegeln hinsichtlich Malignomrisiko und rezidivierende Infekte. Eine stufenweise Reduktion der Ciclosporindosis bei langzeittransplantierten Patienten unter Kontrolle der NFAT-regulierten Genexpression erscheint bis zu einem bestimmten cut-off sicher und reduziert CsA induzierte Nebenwirkungen.In mehreren Projekten wird diese Form des pharmakodynamischen Monitorings derzeit evaluiert.
Projekt-Leitung
Prof. Dr. med. Claudia Sommerer
claudia.sommerer@med.uni-heidelberg.de
+49 6221 9112 0
Beteiligte Personen
Cand. med. Theresa Klein
Prof. Dr. Martin Zeier
Partner
PD Dr. Thomas Giese, Immunologie Heidelberg
Prof. Dr. Meuer, Immunologie Heidelberg