NEU IN DER INNEREN X: STATION RITZ UND WANDEL

Mit einer Feierstunde hat die Klinik für Nephrologie ihre neu aufgeteilten Stationen eingeweiht. Sie tragen künftig die Namen zweier prägender Persönlichkeiten der Nephrologie: Eberhard Ritz und Eveline Wandel.

Familie Ritz, Familie Wandel und Frau Czymai und dahinter, v.l.n.r., Prof. Dr. Kerstin Amann, Prof. Dr. Julia Weinmann-Menke und Prof. Dr. Johannes Mann.

Prof. Dr. Julia Weinmann-Menke (li.) bei der Laudatio; Prof. Dr. Kerstin Amann (re.)

Prof. Dr. Julia Weinmann-Menke bei der Enthüllung des Portraits von Prof. Dr. Eberhard Ritz am Eingang zur Station.

Mit einer Feierstunde wurden die neu aufgeteilten Stationen der Klinik für Nephrologie am Universitätsklinikum Heidelberg offiziell eingeweiht. Sie tragen künftig die Namen Station Ritz und Station Wandel – und erinnern damit an zwei Persönlichkeiten, die die Entwicklung der modernen Nephrologie maßgeblich geprägt haben.

Prof. Dr. Kerstin Amann aus Erlangen, eine Schülerin von Eberhard Ritz, und Prof. Dr. Julia Weinmann-Menke, Ärztliche Direktorin der Klinik für Nephrologie, würdigten in ihren Reden Leben, Wirken und wissenschaftliches Vermächtnis der beiden Namensgeber.

An der Feierstunde nahmen auch Angehörige beider Familien teil: die Ehefrau und Kinder von Eberhard Ritz sowie die Schwestern von Eveline Wandel. Zu den Gästen gehörten außerdem zahlreiche langjährige Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter sowie Vertreterinnen und Vertreter des Universitätsklinikums Heidelberg. Unter ihnen waren Prof. Dr. Martin Zeier, ehemaliger Ärztlicher Direktor des Nierenzentrums Heidelberg und Nachfolger von Eberhard Ritz, sowie Prof. Dr. Johannes Mann, international renommierter Nephrologe und langjähriger Wegbegleiter von Ritz. Auch Mitglieder des Klinikumsvorstands, Klinikdirektorinnen und -direktoren, die Pflegedienstleitung, weitere Führungskräfte des UKHD und zahlreiche Mitarbeitende der Klinik für Nephrologie nahmen an der Einweihung teil.

Eberhard Ritz – prägende Persönlichkeit der europäischen Nephrologie

Prof. Dr. h.c. mult. Eberhard Ritz (1938–2023) gilt als einer der bedeutendsten europäischen Nephrologen seiner Generation und als Gründervater des Nierenzentrums Heidelberg. Als Schüler des Internisten Walter Siegenthaler prägte er die Heidelberger Nephrologie über Jahrzehnte und bildete zahlreiche Ärztinnen, Ärzte und Wissenschaftler aus, die später selbst wichtige Positionen in der Nephrologie übernahmen.

Seine wissenschaftliche Arbeit und sein Engagement für die Weiterentwicklung des Fachgebiets machten ihn weit über Heidelberg hinaus zu einer prägenden Persönlichkeit der internationalen Nierenmedizin.

Eveline Wandel – Wegbereiterin der Nephrologie und Nierentransplantation

Dr. med. Eveline Wandel (1948–2008) gehörte zu den ersten Frauen in leitender Position innerhalb der deutschen Nephrologie. Nach ihrem Medizinstudium in Mainz, München und Wien begann sie 1973 ihre klinische Tätigkeit an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und spezialisierte sich früh auf Innere Medizin und Nephrologie.

Gemeinsam mit Prof. Dr. Hans Köhler entwickelte sie die Mainzer Nephrologie weiter. Seit 1988 war sie Oberärztin der Klinik, ab 1993 Leitende Oberärztin der Nephrologie und Leiterin des Nierentransplantationsprogramms. Ihre besondere Expertise in der Transplantationsmedizin vertiefte sie unter anderem durch Aufenthalte an internationalen Transplantationszentren in Boston und Chicago.

Mit der Benennung der beiden Stationen erinnert die Klinik für Nephrologie an zwei Menschen, deren Arbeit weit über ihre eigene Wirkungszeit hinausreicht – in der Forschung und Patientenversorgung ebenso wie in der Ausbildung nachfolgender Generationen von Nephrologinnen und Nephrologen.