Die zweite Auflage des bei Springer erschienenen Buches „Emergencies in Urology“ wurde umfassend überarbeitet und erweitert. Sie berücksichtigt aktuelle Entwicklungen in Diagnostik, Operationstechniken und perioperativem Management und verbindet praxisorientierte Algorithmen mit medizinischen Illustrationen und mehr als 60 Fallbeispielen aus dem klinischen Alltag.
Im zweiten Kapitel beleuchten die Nephrologen Christoph Friedrich Mahler, Tina Taut und Martin Zeier den „klinischen Ansatz beim akut erkrankten Patienten“. Im Mittelpunkt steht die strukturierte Erstbeurteilung von Patientinnen und Patienten, deren Zustand sich akut verschlechtert und bei denen Entscheidungen häufig unter Zeitdruck und auf Grundlage zunächst begrenzter Informationen getroffen werden müssen.
Eine sorgfältige Anamnese und körperliche Untersuchung bilden dabei die Grundlage für Differentialdiagnose und Therapieplanung. Zugleich warnen die Autoren davor, sich zu früh auf bereits vorliegende Befunde oder frühere Diagnosen festzulegen. Gerade in Notfallsituationen können übersehene klinische Zeichen entscheidende Hinweise auf die tatsächliche Ursache der Beschwerden liefern.
Für die Erstbeurteilung empfiehlt das Kapitel einen strukturierten Ansatz nach dem ABCDE-Schema. Ziel ist es, physiologische Auffälligkeiten frühzeitig zu erkennen, lebensbedrohliche Zustände zu priorisieren und den Patienten zunächst zu stabilisieren. Daran schließen sich eine weiterführende Untersuchung und die kontinuierliche Neubewertung des klinischen Zustands an.
Die Autoren beschreiben die Notfallversorgung dabei als dynamischen Prozess, in dem Diagnostik und Therapie eng ineinandergreifen. Der strukturierte Ablauf soll helfen, die Differentialdiagnose schrittweise einzugrenzen und notwendige Maßnahmen zielgerichtet einzuleiten.
Das Buch ist im Springer-Verlag erschienen:
Hohenfellner et al., „Emergencies in Urology“, Springer Cham 2026, ISBN 978-3-031-52617-6, DOI 10.1007/978-3-031-52619-0.
