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Leistungen: Schwerpunkte & Best Practice

Leistungen
Bauchfelldialyse

Die Bauchfelldialyse

Eine gute Alternative der Nierenersatztherapie

Die Bauchfelldialyse (Peritonealdialyse) ist seit vielen Jahren als gute Alternative in der Nierenersatztherapie etabliert. Überwiegend wird sie als kontinuierlich ambulante Peritonealdialyse durchgeführt (PD). Bundesweit werden zirka 5% aller Patienten mit Peritonealdialyse behandelt. Im Nierenzentrum Heidelberg werden jeweils 30% aller chronischen Patienten mit Peritonealdialyse behandelt. Für die PD stehen die großen Dialyseanbieter zur Verfügung, zusätzlich wird auch automatische Peritonealdialyse (APD) durchgeführt. Bei der Bauchfelldialyse dient das Bauchfell (Peritoneum) als Dialysemembran.


Zu Beginn der PD wird ein Dialysekatheter operativ in den Bauchraum eingebracht. Die Katheteranlage sowie Entfernung erfolgt intraoperativ in Anwesenheit eines PD-Arztes. Nach Katheteranlage erfolgt unter stationären Bedingungen die Schulung des Patienten. Hierüber wird dann mehrmals täglich sterile Dialysatlösung ausgetauscht, so dass eine kontinuierliche und schonende Dialyse möglich ist. Dieses Verfahren eignet sich daher insbesondere für herzkranke Patienten, aber auch für Berufstätige oder Patienten, die auf eine hohe Flexibilität angewiesen sind.

Die Vorteile dieses Verfahrens liegen in der schonenden Entgiftung, der hohen Flexibilität und Mobilität und ist mit einer besseren Erhaltung der Resturinausscheidung assoziiert. Dies hat insbesondere für Patienten, die zur Nierentransplantation angemeldet sind, erhebliche Vorteile. U.a. zeigt sich bei diesen Patienten eine bessere primäre Funktionsaufnahme des Nierentransplantats. Im Gegensatz zur Hämodialyse stellt sich der Patient nicht 3 mal/Woche vor, sondern z.B. 1 mal alle 6 Wochen. Hierbei handelt es sich also um ein Heimdialyseverfahren.

Die PD muss unter sauberen Umgebungsbedingungen durchgeführt werden. Prinzipiell besteht die Gefahr einer Bauchfellentzündung, da über den Katheter eine Verbindung zum Bauchfell hergestellt ist. Die Infektionsrate liegt in unserer Ambulanz bei knapp einer Bauchfellentzündung auf 75 Patienten-Behandlungsmonate. Tritt eine Bauchfellentzündung auf, muss diese mit Antibiotika behandelt werden. Für die ambulante Betreuung steht speziell geschultes Personal zur Verfügung, die Ambulanz ist an fünf Tagen in der Woche geöffnet. Außerhalb dieser Zeiten ist rund um die Uhr ein PD-Arzt mit Rufbereitschaft telefonisch über die Pforte des Nierenzentrums erreichbar.