Reduzierte Ischämietoleranz unter Urämie
Die kardiovaskuläre Morbidität und Mortalität ist bei Niereninsuffizienz dramatisch erhöht. Bereits bei geringfügiger Einschränkung der Kreatinin-Clearance steigt die Inzidenz der Hospitalisierung sowie die Sterblichkeit aufgrund kardiovaskulärer Ereignisse deutlich an. Besonders nach durchgemachtem Myokardinfarkt ist die Prognose für Dialysepatienten hinsichtlich linksventrikulärer Pumpfunktion/Herzinsuffizienz und Einjahresüberleben schlecht.In unserer Arbeitsgruppe wurde ein Herzinfarktmodell an der urämischen Ratte etabliert. Im Vergleich zu nierengesunden Tieren zeigt sich bei subtotal nephrektomierten Ratten nach Ligatur eines Astes der linken Koronararterie ein signifikant größeres Infarktgebiet. Diese größere Ischämiezone blieb auch nach Ausschluß von Störfaktoren wie Hypervolämie, Hypertonie oder erhöhter Sympathikotonus bestehen (Dikow et al., J Am Soc Neprol. 2004). Letztlich handelt es sich dabei um einen urämiespezifischen Effekt einer reduzierten Ischämietoleranz.Aktuell laufen drei größere Untersuchungen, die die erzielten Ergebnisse weiter vertiefen sollen:
Beteiligte Personen
Katrin Zimmerer
Caroline Wasserheß
cand. med. Ulrike Schmidt
Dr. Simone Giese